Morbus Bechterew: 4 besten Übungen gegen deine Rückenschmerzen! (NEU)

Morbus Bechterew Schmerzen an der Wirbelsäule

Morbus Bechterew, auch als Spondylitis ankylosans bekannt, ist eine entzündlich-rheumatische Erkrankung der Wirbelsäule. Nach heutigem Wissensstand ist die Krankheit (noch) nicht heilbar! Im Folgenden erfährst du, wie Morbus Bechterew entsteht und welche Ursachen diese Krankheit hat. Zudem zeigen wir dir wertvolle Übungen, die du selbständig und ohne Hilfsmittel zu Hause durchführen kannst. Das Ziel dieser Übungen ist es, den schmerzhaften Krankheitsverlauf von M. Bechterew aufzuhalten, indem du deine Rückenmuskulatur stärkst und deine Beweglichkeit, sowie deine Haltung verbesserst.

 

Was ist Morbus Bechterew?

Die Bechterewsche Krankheit ist eine Form des entzündlichen Rheumas. Dabei werden sogenannte Osteoblasten aktiviert, die für den Knochenaufbau zuständig sind. Diese lösen am Entzündungsort die Bildung von neuem Knochengewebe aus. Durch diese Verknöcherung, die sog. Ankylosierung, kann Morbus Bechterew zur Versteifung der Wirbelsäule führen. Die Verknöcherung tritt in unterschiedlichem Maße auf. Es gibt auch sehr milde Verlaufsformen, die unter dem Begriff Spondyloarthritis bekannt sind. Dies ist der Oberbegriff aller entzündlichen Wirbelsäulenerkrankungen. Die Bezeichnung Morbus Bechterew bezieht sich vorrangig auf schwerere Verläufe.
In Deutschland leiden schätzungsweise 350.000 Menschen (ca. 0,5%) unter rheumatoider Spondylitis. Bei 100.000 bis 150.000 (ca. 0,1-0,2%) Patienten sind die Beschwerden stark ausgeprägt, sodass die Diagnose Morbus Bechterew gestellt wurde.

 

Erste Symptome und weiterer Krankheitsverlauf

Die ersten klassischen Symptome von Morbus Bechterew sind Schmerzen in der 2. Nachthälfte und Morgensteifheit. Je mehr du dich bewegst, umso eher nimmt die morgendliche Steifheit im Laufe des Tages ab. Die Häufigkeit und Intensität der Krankheitsschübe, sowie deren Schweregrad sind sehr unterschiedlich. Im späteren Verlauf der Krankheit wechseln schmerzhafte Erschöpfungszustände, welche von Fieber begleitet sein können, mit Phasen, die nahezu frei von Symptomen sind. Bei circa 20% der Patienten sind auch andere Organe, wie zum Beispiel die Regenbogenhaut des Auges, die Nieren, das Herz, die Lungen oder die Aorta von Entzündungen befallen.
Die Lebenserwartung von Patienten mit der sog. Bechterew-Strümpell-Marie-Krankheit entspricht im allgemeinen der der Gesamtbevölkerung. Die Lebensdauer von Morbus Bechterew Patienten kann indirekt durch Organbeteiligungen und mögliche Nebenwirkungen aufgrund der dauerhaften Einnahme von entzündungshemmenden und schmerzlindernden Arzneimitteln beeinflusst werden.

 

Morbus Bechterew - Gibt es bestimmte Ursachen und Risikofaktoren?

Die Ursachen von Morbus Bechterew sind bisher nicht vollständig geklärt. Beobachtungen zufolge treten Erkrankungsfälle gehäuft familiär auf. Eine genetische Komponente allein führt allerdings noch nicht zur Erkrankung. Die 2. Risikokomponente ist wahrscheinlich eine Fehlregulierung des Immunsystems. Dabei richten sich die Abwehrreaktionen des Körpers auch auf gesundes Gewebe. Als Auslöser dieser Fehlregulierung werden Infektionen mit bestimmten Bakterien, wie Klebsiellen oder Chlamydien vermutet. Doch nur wenn zeitgleich eine Anfälligkeit (Prädisposition) für Spondylitis ankylosans besteht, bricht die Krankheit aus. Eine genetisch bedingte Prädisposition ist das Antigen HLA-B27. Mehr als 90% der Morbus Bechterew Patienten weisen dieses Antigen auf, welches sich anhand der Blutwerte nachweisen lässt.

 

Die 4 besten Übungen bei M. Bechterew!

Frau macht Rückenübungen gegen Morbus BechterewEs gibt einige effektive Übungen, mit denen du den Krankheitsverlauf von Morbus Bechterew positiv beeinflussen kannst. Die, nach unserer Erfahrung, 4 besten Übungen wollen wir dir jedoch nicht vorenthalten. Versuche mindestens 3 mal pro Woche, die Übungen zur Mobilisation und Kräftigung der Wirbelsäule durchzuführen. Wenn du die Anzahl der angegebenen Wiederholungen zu Beginn nicht schaffst, reduziere sie und steigere dich von Zeit zu Zeit. Wichtig ist, dass du die Übungen korrekt und in Ruhe ausführst. Nur so kannst du deinen Rücken mobilisieren und stabilisieren und den Verlauf von Morbus Bechterew positiv beeinflussen. Atme dabei tief ein und aus. Vermeide es, bei Anstrengung die Luft anzuhalten. Damit stresst du deinen Körper zusätzlich, was dazu führt, dass du verkrampfst.

 

Übung #1: Mobilisation der Brustwirbelsäule!

Diese Übung beugt einer Versteifung der Brustwirbelsäule vor und fördert eine aufrechte Haltung. Zudem wird dabei der Brustmuskel, welcher bei Morbus Bechterew zur Verkürzung neigt, gedehnt.

Ausgangsposition:
Diese Übung beginnt im Vierfüßlerstand. Dabei befinden sich beide Beine hüftbreit geöffnet unter den Hüftgelenken. Mit den Ellbogen stützt du dich auf auf einer weichen Matte ab. Sie sind auf Schulterhöhe schulterbreit geöffnet.

Durchführung der Übung:
Bewege einen Arm seitlich nach oben und drehe deinen Oberkörper so weit nach oben, wie es geht. Drehe dabei den Kopf mit. Achte darauf, dass die Rotation aus der Brustwirbelsäule kommt und die Lendenwirbelsäule stabil bleibt.

Wiederhole diese Übung pro Seite 5 mal. Versuche davon 3 Serien durchzuführen!

 

Übung #2: Mobilisation des unteren Rückens!

Ein steifer und zu runder Rücken geht nicht nur bei Morbus Bechterew oft mit einer verkürzten Brust- und Bauchmuskulatur einher. Diese Übung kombiniert die Mobilisierung und Dehnung der schrägen Bauchmuskulatur und unterstützt eine aufrechte Körperhaltung. Vor allem für Morbus Bechterew Patienten ist es wichtig, den Rücken regelmäßig zu mobilisieren, um den Krankheitsverlauf aufzuhalten.

Ausgangsposition:
Lege dich auf die Seite, deine Beine liegen dabei auf Hüfthöhe übereinander. Beuge deinen unteren Arm leicht und lege deinen Kopf bequem darauf ab.

Durchführung der Übung:
Drehe dich mit dem oberen Arm nach hinten auf. Führe diese Bewegung so weit aus wie du kannst, ohne dabei Schmerzen zu haben. Achte darauf, dass du dein Becken stabilisiert und es nicht mitrotiert.
Um die Dehnung im ganzen Körper zu verstärken, kannst du beim Nach-hinten-gehen deines Armes dein oberes Bein nach vorne ausstrecken.

Wiederhole diese Übung pro Seite 15-20 mal. Versuche davon 3 Serien durchzuführen!

 

Übung #3: Kräftigung der Rückenmuskulatur!

Eine starke Rückenmuskulatur ist die Voraussetzung für eine gesunde, aufrechte Körperhaltung. Diese ist vor allem für Morbus Bechterew Patienten enorm wichtig. Mit dieser Übung kräftigst du deine Rückenmuskulatur und gibst deiner Wirbelsäule die nötige Stabilität.

Ausgangsposition:
Du bist im Vierfüßlerstand auf einer Matte, deine Beine sind dabei unter deinen Hüften und deine Arme unter deinen Schultern. Dein Blick ist immer nach unten in Richtung Boden gerichtet.

Durchführung der Übung:
Variante 1:
Hebe diagonal ein Bein und einen Arm circa 5 cm vom Boden ab.
Variante 2:
Hebe ein Bein und den diagonalen Arm gestreckt ab. Achte darauf, dass deine Wirbelsäule stabilisiert bleibt und du nicht ins Hohlkreuz fällst.
Variante 3:
Hebe im Unterarmstütz deine Beine abwechselnd an und halte diese Position statisch für circa 3 Sekunden. Achte dabei darauf, dass dein Rücken gerade bleibt und du nicht ins Hohlkreuz ausweichst.

Wiederhole diese Übung 20-30 mal im Wechsel!

 

Übung #4: Kräftigung und Stabilisierung von Bauch und Rücken!

Deine Bauchmuskulatur ist wichtig für die Stabilisation deiner Lendenwirbelsäule. Diese ist bei Patienten mit Morbus Bechterew häufig betroffen. Deshalb ist die nächste Übung sehr wichtig. Je weiter du deine Arme und Beine absenken kannst, ohne dabei ins Hohlkreuz zu gehen, desto besser sind deine Bauchmuskeln trainiert.

Ausgangsposition:
Lege dich auf den Rücken und ziehe deine Beine zur Brust heran. Neige deinen Kopf leicht nach unten und nehme die sogenannte Doppelkinnposition ein.

Durchführung der Übung:
Variante 1:
Senke beide Beine und Arme gleichzeitig ab. Bewege sie dabei nur so weit nach unten, dass deine gesamte Wirbelsäule fest auf der Matte bleibt. Spanne mit dem Bauch fest in die Matte hinein. Gehe anschließend wieder zurück in die Ausgangsposition.
Variante 2:
Halte ein Bein und senke das andere in Richtung Boden ab. Achte darauf, dass du dabei nicht ins Hohlkreuz gehst.

Wiederhole diese Übung 15-20 mal und versuche, 3 Serien zu schaffen!

 

 

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